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Handy richtig trocknen: So retten Sie Ihr Smartphone

So retten Sie Ihr Handy, wenn es nass wird.

Das Mobiltelefon fällt in das Meerwasser in der Nähe des Strandes.png
© Shutterstock

Dass das Smartphone nicht in die hintere Hosentasche der Lieblingsjeans gehört, weiß jeder, der es schon einmal aus der Toilette fischen musste. Der wortwörtliche Griff ins Klo lässt sich hier nicht mehr vermeiden. Auch Tablets mussten bereits, beispielsweise im Pool, den einen oder anderen Wasserschaden ertragen. Allerdings ist für die Geräte noch nicht jede Hoffnung verloren. Zu diesem Thema kursieren von "so einfach" bis "so schnell" alle möglichen Tipps und Strategien zum Trocknen des Handys im Netz. Doch nicht alle davon taugen wirklich zur Ersten Hilfe und manche verschlimmern die Lage sogar.

Mehr Schaden statt Nutzen: Backofen, Föhn & Mikrowelle

Smartphones und Backrohre vertragen sich nicht. Auch wenn dieser Tipp schon vielfach propagiert wurde, haben ein Smartphone oder ähnliche Geräte selbst bei niedrigen Temperaturen im Backrohr nichts zu suchen. Die sensible Elektronik kann sogar bei 50 Grad schon erheblichen Schaden davontragen. Der Haartrockner sollte sein Einflussgebiet ebenfalls nicht auf den Bereich Elektronik ausweiten, sondern lieber dafür sorgen, dass nasse Haare schnell trocknen. Hier liegt das Problem in erster Linie in der Temperaturentwicklung, wie auch darin, dass die Feuchtigkeit durch den Luftstrom erst recht ins Innere des Geräts geblasen wird. Die Mikrowelle ist zwar ein echter Alleskönner, das Smartphone hat, aus ähnlichen Gründen wie beim Backrohr, in der Mikrowelle nichts verloren. Das gilt übrigens auch, wenn Sie den Akku zuvor aus dem Gerät entfernt haben.

Tipp: Generell gilt, halten Sie Ihr Handy von hoher Hitzeeinwirkung fern. Dies könnte die empfindliche Elektronik ansonsten noch weiter beschädigen.

Wie denn dann? So geht’s richtig!

Wenn es darum geht, wie man sich richtig um ein nasses Handy kümmert, sollte man am besten nicht allzu kreativ denken und die meisten Hausmittel vermeiden. Wichtig ist, das Smartphone nach der Rettung aus Klo, Badewanne, Pool und Co. nicht einzuschalten, weil dadurch ein Kurzschluss ausgelöst werden könnte. Ist es allerdings immer noch eingeschaltet, sollten Sie es so schnell wie möglich ausschalten und, wenn möglich, den Akku herausnehmen. Zusätzlich sollten Sie so viele Bestandteile wie möglich entfernen, also auch die SIM- oder die SD-Karte. Das Smartphone dann im nächsten Schritt sehr vorsichtig mit einem Stück Küchenrolle oder einem Handtuch abtrocknen. Hierbei handelt es sich zwar um kein Wundermittel, doch so hat Ihr Smartphone die höchsten Überlebenschancen.

Kein Mythos: Reis zum Handy trocknen

Danach kommt eine Methode ins Spiel, die man vielleicht eher zu den bereits erwähnten Mythen gezählt hätte – man bereitet dem nassen Handy ein "Reisbett". Dazu einfach einen Beutel mit ungekochtem Reis füllen und das Smartphone hineinlegen. Der Reis zieht die Feuchtigkeit an und trocknet damit das Handy aus, ohne es zu beschädigen. Wickeln Sie das Handy aber sicherheitshalber zusätzlich auch noch in etwas Küchenrolle ein und lassen es dann ein bis zwei Tage "ziehen". Mit etwas Glück lässt es sich danach wieder ganz normal einschalten.

Wenn die Rettung fehlschlägt…

Sollte gar nichts mehr helfen, ist es nicht zwangsläufig Zeit für ein neues Handy. Österreicher und Österreicherinnen wechseln ihr Smartphone viel zu häufig. Das kann unter anderem schädigend für die Umwelt sein. Stattdessen können Sie Ihr Handy durchaus noch zur Reparatur bringen. Zwar greift die Garantie wohl nicht mehr, da Wasserschäden generell als selbstverschuldet gelten, doch insgesamt können Sie im Vergleich zu einem neuen Modell immer noch einiges sparen. Nur, wenn nichts mehr zu retten ist, sollten sie sich nach einem neuen Smartphone umschauen.

Die Redaktion
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